
Das Humankapital ist eine Schlüsselressource für den Wiederaufbau der Ukraine.
Vor kurzem fand in Kiew ein internationales Forum statt „Bildung, Wissenschaft, Innovation: Das Humankapital beim Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg“.
Das Forum brachte folgende Teilnehmer zusammen:
• wichtige staatliche Institutionen (zuständige Ministerien);
• führende Universitäten und die akademische Gemeinschaft;
• internationale Organisationen, einschließlich der UNESCO;
• Wirtschaft und öffentlicher Sektor.
Die NGO „Ukrainische Allianz“ war Mitorganisatorin und veranstaltete eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Die Jugend – Motor der Entwicklung von Wissenschaft und Bildung“.
Zu welchem Ergebnis sind sie gekommen:
1. Die Ukraine tritt in eine Phase des Wettbewerbs um Humankapital ein.
Es geht nicht mehr darum, wie man das Land wieder aufbaut, sondern Wer wird das machen?.
2. Jugendliche sind keine Ressource, sondern ein Wettbewerbsfeld. Staaten, Universitäten und Märkte konkurrieren um ukrainische Studierende und Fachkräfte. Die Ukraine geht aus diesem Wettbewerb derzeit als Verlierer hervor.
3. Universitäten werden entweder zu Orten, an denen junge Menschen gehalten werden – oder sie verlieren ihren Sinn. Bildungseinrichtungen müssen den Übergang von der formalen Bildung hin zu einer Rolle vollziehen Entwicklungsökosysteme und Chancen.
4. Die Jugendpolitik in der Ukraine bleibt teilweise rein deklarativ. Ohne konkrete Finanzierungsinstrumente, Karrierewege und die Einbindung in die Wiederaufbauwirtschaft funktioniert sie nicht.
5. Die Rückkehr der Jugend ist keine Frage des Patriotismus, sondern der Rahmenbedingungen.
Wettbewerbsfähige Gehälter, Entwicklungsmöglichkeiten, Zugang zu Wissenschaft und Unternehmertum – das sind die einzigen wirklichen Faktoren.
Stellungnahme NGO „Ukrainische Allianz“
Die Jugend ist eine entscheidende Ressource, von der die nationale Sicherheit und die wirtschaftliche Zukunft der Ukraine abhängen.
Die wichtigsten Aussagen der Mitglieder der Organisation:
Volodymyr Yurchenko, Soldat, Vorsitzender des Internationalen Komitees des Ukrainischen Friedensrats, Vorsitzender
Die gemeinnützige Organisation „Ukrainischer“
„Allianz“:
„Die Jugend von heute ist nicht nur eine soziale Gruppe. Sie ist eine strategische Ressource, um die Staaten miteinander konkurrieren. Wenn die Ukraine keine klaren Rahmenbedingungen für die Rückkehr und Einbindung der Jugend in den Wiederaufbau schafft, werden andere Länder ihren Platz einnehmen. Patriotismus ohne Perspektiven funktioniert nicht.“
Sabina Kotova, Vorstandsmitglied NGO „Ukrainische Allianz“, Forscherin zur Geschichte Mittel- und
Osteuropa:
„Die Jugend ist der Motor der intellektuellen Mobilität. Sie integriert sich schnell in die globalen Märkte. Und wenn der Staat keine wettbewerbsfähigen Bedingungen für sie schafft, integriert sie sich ebenso schnell in andere Volkswirtschaften. Die Rückkehr der Jugend ist keine emotionale Frage. Es ist eine Frage des systemischen Wettbewerbs.“
Igor Dzerzhinsky,
Mitglied einer gemeinnützigen Organisation
„Ukrainische Allianz“, Leiter
Zentrum für Karriere und Marketing
Donetsk National
Technische Universität:
„Universitäten dürfen nicht länger nur Orte sein, an denen Abschlüsse verliehen werden. Sie müssen zu Anziehungspunkten für Chancen werden – für Arbeit, Entwicklung und Start-ups. Wenn dies nicht geschieht, werden sie weiterhin nur eine Durchgangsstation für junge Menschen sein, die das Land verlassen wollen.“
Das Forum führte zu folgenden Ergebnissen:
• Ausarbeitung von Vorschlägen für die staatliche Politik in den Bereichen Jugend, Bildung und Wissenschaft;
• Entwicklung von Initiativen, die darauf abzielen, junge Fachkräfte im Land zu halten und zurückzuholen;
• Stärkung der Rolle des zivilgesellschaftlichen Sektors bei der Gestaltung der Politik im Bereich des Humankapitals.
Wir möchten unseren Dank aussprechen dem ukrainischen Friedensrat, als Hauptinitiator der Veranstaltung für die Schaffung einer nationalen Plattform, auf der für die Ukraine entscheidungsrelevante Herausforderungen erörtert und Instrumente zu deren Bewältigung erarbeitet werden. Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren und Mitveranstaltern des Forums.
Lasst uns gemeinsam für Veränderungen eintreten! Gemeinsames Handeln ist der Weg zum Erfolg!










